Laudatio von Franz R. Delzeit

 
 
 
 

 
Wer kennt die Leute, kennt die Namen,
die alle hier zusammen kamen;

ob als halbe Ritter hoch vom OTZBERG droben,
sich von NIEDER-KLINGEN am Storchennest vorbei sich schoben,
ob manch Adeliger vom Stande „Von und Zu“,
hauptsächlich die „von ZIPPE“, höchstadelig geradezu.

Ob aus HABITZHEIM als Makler, Jäger oder Müller
oder aus NAUSES, mit stets paratem Pressefüller;
aus LENGFELD, ob Vorstadt, Unterdorf oder auch Neubau
oder aus OBER-KLINGEN mit Alpenvereins Know-How!

Selbst aus EBERSTADT manch Wanderveteran,
oder ‚n paar Lehrer aus GRIESHEIM nebenan ,
aus DIEBURG, auf der Flucht vor Fastnachtsgequäl,
gar aus UMSTADT, quasi als Vorstandsjuwel,

Aus TRAISA mit der Kamera im Anschlag gewissermaßen,
ob aus ZEILHARD, mit Gästen aller Klassen,
selbst in WIEBELSBACH ließ den Hof man oft allein;
und das nur, um hier beim Wandern mit dabei zu sein?

NEIN, es gab noch einen ganz gar andern Grund:
beim OWK vom VOLKER, da ging es richtig rund.
Ein Menschenfänger von ganz eigner Art,
der hier anbot Wanderungen und gar manche Fahrt.

Er kümmert sich um jeden und das ohne Rast und Ruh,
kein Wunder, dass stets neue Mitglieder kamen dazu.
Dabei hat eine Gemeinschaft er um sich geschart,
vom Feinsten, bei der Alt und Jung gemeinsam sind am Start.

Durchwanderten den ODENWALD von kreuz nach quer,
auch HUNSRÜCK, SPESSART, PFALZ und TAUNUS mussten halten her.
RHEIN, MAIN, NAHE, NECKAR haben kennen wir gelernt
auf Steigen, Pfaden, egal ob nah oder weiter entfernt.

Verlaufen gab’s nicht, wenn auch der Herrgott und viel Glück
uns brachten oftmals wieder an den Start zurück.
Neben Kilometern waren Natur, Kultur entlang der Strecke wichtig,
doch erst der Abschluss in ‚ner Kneipe rundete die Tour für ihn erst richtig.

Die Wanderwege bei uns, auf denen wir so gern marschieren,
brauchen natürlich Zeichen, um sich zu orientieren.
Auch hier ist er ein Meister, ein wirklicher vom Fach,
malt und setzt Zeichen, logisch vorrauschauend, wie beim Schach.

Zudem schart er Wanderführer um sich, ganz verschied’ner Art
und hat selbst fast immer eine Überraschung noch parat.
ZOIGL-Bier aus Oberfranken oder FAUST von MILTENBERG am Main
fallen mir da beispielsweise sofort ein!

Oder legendären Rieslingpunsch, nach eig’ner Rezeptur,
wo alle fragen: „Wie macht er den nur?“
Auch Sanddorn, ganz heiß, an frostig kalten Tagen
und selbstgebrannten Schnaps, was für den robusten Magen.
 
 



Er war mit seinem Klub auch überall und stets präsent,
am Kerbumzug er als Chef persönlich noch mitrennt;
organisiert Weihnachtsmärkte, Brunnenfeste liebend gern
hält auch an der Otzbergwoche schlechte Laune ganz weit fern.

Den Stammtisch, mittwochs, hält er am Leben, schließt ihn „uff“,
ist selbst Hausmeister, Logistiker; quasi „Head for Fress and Suff“.
Die Dorflinde trägt er persönlich aus,
er kennt ja schließlich jeden und auch jedes Haus.

Die Bänk‘ im Otzbergländsche, auf denen man zu gerne sitzt,
werden von ihm mit Helfern gepflegt und OWK noch eingeritzt.
Ruft jemand ob OB WEBER oder OWK-Boss KARL: “Hilfe es brennt“,
da kennt er nix, der Volker hilft, der Volker rennt.

Wanderfahrten werden im Urlaub stets für den OWK ersonnen,
wenn auch die Sigrid denkt, eben hat er wieder mal gesponnen!
Da er die Busfahrer nebst Chefs alle höchst persönlich kennt,
werden ihm bei den Anmeldungen fast die Türen eingerennt.

Ehrt jährlich Wanderer, am liebsten aber Wanderinnen
und ist dabei für jede Geselligkeit leicht zu gewinnen.
Nur einmal beim Pilgern, ich war selbst dabei,
hat er und ich verweigert, 30 Frauen und Männer nur wir zwei.

Wenn Deine Vorsitz-Aera neigt sich jetzt dem Ende zu,
dann kann ich für viele sagen und das ohne Schmuh:
„Ein herzlich Dankeschön für Deine Arbeit, das sagen uns verneigend wir,
und ohne Dich, säß vermutlich mancher gar nicht hier.



Vielen herzlichen Dank an Franz R. Delzeit 

Anbei Bericht vom Darmstädter Echo vom 30.10.2021

Volker Specht mit stehenden Ovationen verabschiedet.
Laudatio von Franz L. Delzeit auf den langjährigen ersten Vorsitzenden der den Odenwaldklub Otzberg über 20 Jahre geprägt hat.