Wanderwoche Hunsrück vom 22.-27.August 2021

Vom 22. bis 27.August wanderten 39 OWK-ler der Ortsgruppe Otzberg bei schönstem Wanderwetter durch Schluchten und auf Höhen des nördlichen Hunsrücks; auf wunderschönen Traumschleifen, die fast alle mit Medaillen beim Wettbewerb zu Deutschlands Wanderweg des Jahres ausgezeichnet wurden.
MURSCHER ESELSCHE 2014 Pl.4
BAYBACHKLAMM 2011 Pl.2
ELTZER BURGPANORAMA 2013 Sieger
EHRBACHKLAMM 2015 Pl.2
ELFENLAY
DOMBLICK
Hierbei erlebte die Wandergruppe Landschaftserlebnisse der Extraklasse, wie weite Aussichten von geschwungenen Hügeln, tief eingeschnittene Klammtäler, atemberaubende Felskulissen, romantische Burgen, verwunschene Mühlen und das alles auf schmalen naturnahen Pfaden.
Schön, aber auch anspruchsvoll, war das Motto der Woche, denn insgesamt wurden ca. 70 km erwandert und dabei sportliche 1920 Höhenmeter überwunden.


I Sonntag, 22.08.2021
Mit der Traumschleife DOMBLICK am Anreisetag wurde die Wanderwoche eröffnet. Begleitet von einigen Regenschauern bis zum Mittag, übrigens den einzigen während der gesamten Wanderzeit, führte uns der Weg entlang des Simmerbaches, der bei Kirn in die Nahe mündet, durch kleine Hunsrückdörfer mit ortsprägendem Schieferbauwerk zum Örtchen Ravengiersburg mit dem Hunsrückdom.
Dieser erhebt sich majestätisch auf einem Schieferfelsenmassiv in einer Simmerbachschleife und gehört zu den eindrucksvollsten Baudenkmälern des gesamten Hunsrücks. Er war Bestandteil des auf eine Gründung des 11. Jahrhunderts zurückgehenden ehemaligen Augustinerchorherrenstifts Ravengiersburg. Das hatte seine Blütezeit im 13./14. und Anfang des 15.Jahrhunderts, wurde im Zuge der Reformation 1566 aufgehoben, während des Dreißigjährigen Krieges wieder mit Augustinern besetzt und schließlich bei der Säkularisation 1803 endgültig aufgelöst. Danach wirkten im 19. Jahrhundert verschiedene Orden in Dom und Kloster und heute ist dort eine katholische Bildungsstätte. Einige aus der Gruppe erkannten den Dom als Filmkulisse und Drehort aus der Hunsrücksaga HEIMAT, die im TV lief, wieder.
Eine weitaus größere Überraschung wurde den Wanderern in Angesicht des Domes bei der Mittagspause präsentiert. Kurt und Christina Schuhmacher (Schwester des Wanderführers Franz-R.) erwarteten die Gruppe mit Bratwurst vom Grill und gut gekühltem KIRNER Bier. Auf ihre Veranlassung hin hatte uns sogar ein ortsansässiger Schreiner seine Maschinenhalle als Regenschutz zur Verfügung gestellt. Sogar die privaten Toiletten durften wir benutzen. Chapeau und nochmals vielen Dank!
Müde nach den 12,5 km der Traumschleife DOMBLICK erreichten wir dann am frühen Abend unsere Unterkunft, das Hotel ANKER in Brodenbach, wunderschön direkt an der Mosel gelegen.


FAZIT
Wer wandert und endlich an ‚nem Dom kommt an,
der freut sich auf ‚ne Wirtschaft oder Restaurant.
Doch beides fehlte, dennoch gab’s überraschend plaisir
Mit Hunsrücker Bratwurst vom Grill und Kirner Bier.


II Montag 23.08.2021
Morgens in zeitiger Frühe erwartete uns mit der Traumschleife MURSCHER ESELSCHE, eine knapp 11km lange erste Kraxeltour mit stolzen steilen 330 Höhenmetern.
MURSCHE?; der Ortsname Morshausen auf Hunsrücker Platt ESELSCHE?; benannt nach dem Felsen, dessen frühere Form an einen Esel erinnert.
Zunächst, vorbei an einem alten Zechenhaus, war der Baybach unser ständiger Begleiter bis es auf geschwungenen Serpentinen steil hinauf zum felsigen Aussichtspunkt ging, der der Traumschleife den Namen gab. Über drei Aussichtspunkte, von denen je einer nach Süden, Westen und Norden blickt, und die JAJOB-KNEIP-Eiche (700 Jahre alt und 6m Stammumfang!) ging es in das Hunsrückdorf Morshausen. Hier lebte der Hunsrücker Heimatdichter Jakob Kneip, dessen Roman- und Symbolfigur HAMIT der JÄGER uns in geschnitzter Form des Öfteren auf dieser Tour begleitete.
Am Nachmittag lernte dann die Wandergruppe bekannte Moselweinorte (Moselkern, Alken, Löf, Burgen, Hatzenport) und prächtige Burgen (Thurant, Bischofsstein) der Untermosel auf einer Schiffsrundfahrt von der Wasserseite aus kennen.
Vermutlich wurde dabei auch der Moselriesling kennengelernt!


FAZIT
Und droben stand lebensgroß auf weiter Hunsrückflur,
modelliert in Stahl, das Murscher Eselsche, Symbol der Tour;
im Bild abgelichtet mit unserm Wanderführer Franz.
Nur die Unterschrift, Esel links, die stimmt nicht ganz!


III Dienstag, 24.08.2021
Der Baybach sollte auch bei der nächsten Tour im Mittelpunkt des Wandergeschehens stehen.
Dieses Mal aber mit der Traumschleife BAYBACHTALKLAMM in seinem engen felsigen Klammabschnitt. In Heybach startend, folgte zunächst ein steiler Abstieg ins Buchbachtal, der an seinen schwierigsten Stellen mit Seilen gesichert war. Über den Steffenshof mit seiner sehenswerten Kapelle voller gemalter Heiligenfiguren, der Klöcknerskaul, einem alten Stollen im Schiefergestein wartete dann mit der Klamm das Highlight dieser Wanderung auf uns. Es wurde richtig abenteuerlich, denn immer wieder galt es schroffe Felsen zu erklimmen, Klippen mit Seilsicherungen zu erklettern und manche Felsenhöhle über uns zu bestaunen.
Belohnt wurden wir bei der Einkehr in der gemütlichen Schmausenmühle, wo leckere Forellengerichte gereicht wurden.
Wild romantisch ging es weiter und die Natur zog noch einmal alle Register mit einer urwüchsigen Kombination aus Bachlauf, Fels, Wasserfall und steilem Waldaufstieg zur Barreterley, einer luftigen Klippe mit Premiumausblick.
10,5 km, mit steilen Auf- und Abstiegen aus den Bachtälern mit insgesamt 413 Höhenmetern war das Pensum dieser Tour.


FAZIT
Sowohl die BAYBACH- wie auch die EHRBACHKLAMM haben wir bezwungen,
die zuvor vom Volker als wiesengleich und hundetauglich ward besungen.
Doch nach dem Waten, Klettern stimmten all wir überein,
das müssen Flughunde oder Seehunde gewesen sein!


IV Mittwoch, 25.08.2021
Am Mittwoch stand der Traumpfad ELTZER BURGPANORAMA auf der Eifeler Seite der Mosel
auf dem Programm. Schon die Anfahrt zum Ausgangspunkt Wierschen über das fruchtbare Hochplateau des Maifeldes und das Städtchen Münstermaifeld mit seinem mächtigen Münster stand in krassem Gegensatz zu den gegenüber liegenden kargen Hunsrückhöhen.
Von der Weite der Hochfläche ging es hinab ins geheimnisvolle Elzbachtal. Begleitet vom munter murmelnden Wasser, erwartete uns auf halber Strecke eine Attraktion aus dem Mittelalter, die Burg Eltz. An einer Mühle am Eltzbach fand dann die Mittagsrast statt.
Einige verzichteten auf die Mittagspause und besichtigten stattdessen die Gebäude der Burg.
1157 erstmalig in Urkunden erwähnt, versteckt im Eltzbachtal entging die Burg nicht nur im Dreißigjährigen Krieg, sondern auch während der Pfälzischen Erbfolgekriege der Zerstörung.
Mittelalterliches Flair umfing die Besucher dieser Burganlage, die keinerlei militärische Bedeutung hatte und im Laufe der Zeit dem Zweck einer Erb- und Wohngemeinschaft diente. Das Geschlecht derer VON UND ZU ELTZ mit seinen unterschiedlichen Linien ist mit der Linie ELTZ-KEMPENICH noch heute Besitzer dieser Burg. Die Familie selbst wohnt heute in Eltville im Rheingau. Ein Abbild der Burg zierte übrigens den 500 DM-Schein in der Bundesrepublik Deutschland.
Ein kräftiger, sehr kräftiger Anstieg aus dem Eltztal, gefolgt von wunderschönen Bergsaumpfaden ließ uns dann wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren. Dieser Traumpfad wurde zu Recht 2013 zu Deutschlands schönstem Wanderweg gekürt.
Am Abend fand dann im 300 Jahre alten historischen Weinkeller des Hotels eine unterhaltsame Weinprobe eines Winzers aus Alken an der Mosel statt. Moselweine in den unterschiedlichen Ausbauvarianten, hauptsächlich der Rebsorte Riesling, galt es zu kosten und zu genießen. Hilfreich bei der Geschmacksempfindung, so der Rat des Winzers, gelte wie in der Schule und beim Sport: „Üben, üben, üben …!


FAZIT
An der Burg Eltz, da war’n wir nicht allein,
auch vielen andern fiel diese Wanderung wohl ein.
Die Zeitangaben bei der Burgführung waren „wohlwollend“ grob geschätzt
und’s Mühlenpersonal, nach d. Motto „LANGSAM MAHLEND“ ist wenig nur gewetzt.


V Donnerstag, 26.08.2021
Höhepunkt der Wanderwoche war die Wanderung auf der Traumschleife EHRBACHKLAMM.
Von unserem Quartier in Brodenbach ging es zunächst 6 km leicht bergauf, immer dem Ehrbach folgend (B-Gruppe) oder mit einem Aufstiegsabstecher über die Ehrenburg (A-Gruppe) zur Eckmühle.
Von hier an windet sich der Pfad, dem Fels abgerungen, bergwärts. Der uns begleitende blaugraue Schiefer ist zwar hart und mächtig und dennoch hat dieses leise murmelnde Wasser des Ehrbachs eine tiefe Schlucht in das uralte Gestein geschnitten. Berührungsängste mit dem Wasser waren schnell abgebaut und auf Holzstegen und nassen Steintritten erlebten wir ab Eckmühle eine zauberhafte urwüchsige Natur.
Im Gedenken an die 25 wackeren Franzosen, die 1688 das alte Felsennest Ehrenburg besetzt hielten und dabei nach urkundlicher Überlieferung in zwei Jahren Wachdienst den gesamten Inhalt des Weinkellers durch ihre Kehlen gegossen haben –insgesamt 86 000 Liter!- spendierte uns , den Ehrenburgerklimmern, unser Wanderführer Jürgen ein herrlich kühles bayrisches Bier, das wir dann bei der Mittagspause am Schöneckblick genossen.
Nur ungern verließen wir die Klamm, um nach kräftigen Aufstiegen mit schönen Ausblicken, auch auf Schloss Schöneck und die Ruine Rauschenbach belohnt zu werden.
Pünktlich, vor einem einsetzenden Regenguss, erreichten wir nach 12,5 km Wegstrecke und Überwindung von 540 (bzw. 390) Höhenmetern unser Etappenziel, das Gasthaus zur Tenne in Oppenhausen. Dort wartete dann ein Bier oder ein kühler Moselwein auf uns.


FAZIT
Oh Moselwein, oh Moselwein, Du schöne Pracht
Wie schwächst Du unsre Glieder.
Hast uns erst gestern voll gemacht
Und versuchst es heut‘ schon wieder!


VI Freitag, 27.08.2021
Ausgehend vom Bahnhof Boppard-Buchholz, wanderten wir auf dem HUNSRÜCKBAHNWANDERWEG
und teilweise auf der Traumschleife ELFENLAY nach Boppard. Der Weg führte uns immer im Geleit der Hunsrückbahn, die auf der steilsten Adhäsionsstrecke nördlich der Alpen führt, über die Liesenfeldshütte, mit Blick auf das Hubertusviadukt zurück nach Boppard.
Während die B-Gruppe auf einem romantischen Pfad immer dem Mühlbach folgte, wählte die A-Gruppe den Weg über den Aussichtspunkt Elfenlay, wo sich der Gruppe ein prächtiger Ausblick auf das Städtchen Boppard mit seiner Rheinschleife bot.
Gut 8 km Wanderstrecke bei 120 Höhenmetern wurden noch einmal zurückgelegt.
In schönstem Sonnenschein, auf der Rheinterrasse bei gutem Mittagessen, fand dann die Wanderwoche ihren krönenden Abschluss.


FAZIT
Nur abwärts ging‘s nach Boppard, parallel zur Hunsrückbahn,
wo uns am Rheinufer ereilt der reinste Wahn.
Bei den Karmelitern, selbst einst arm wie eine Kirchenmaus,
ragte, wohl aus Nächstenliebe, Pauls Schnitzel weit über’n Tellerrand hinaus.


Zum Abschluss wurde den Wanderführern
Volker Specht, Jürgen Hofmann und Franz-R. Delzeit herzlich gedankt für ihre professionelle Planung der Wanderfahrt, für die abenteuerlichen und erlebnisreichen wunderschönen Wanderungen, das tolle Wanderwetter und die Vieles bietende Unterkunft an der Mosel.
Macht weiter so, war der einmütige Abschlusskommentar

Radwanderwochenende Bürgstadt 7-8. August 2021

OWK Otzberg

Wochenend-Radtour nach Bürgstadt am 7.bis 8. August 2021

Am Samstagmorgen um 9.30 Uhr begann die erste Mehrtagesfahrradtour der Ortsgruppe des OWK Otzberg bei mäßig vorausgesagtem Wetter am Treff in Lengfeld. Unser Vorsitzender Volker Specht hatte beim Wettergott interveniert und schickte die Radler in ein sonniges Wochenende.

Insgesamt fuhren wir mit 20 Radwanderfreunden auf einer abwechslungsreichen Tour über insgesamt rund 120 km und rund 250 Höhenmeter

Auf den ersten 5 Kilometern waren auch schon die zwei steilsten Anstiege zu bewältigen. Wir fuhren über Zipfen und die Bettelsmannbuche über Schloss Nauses nach Höchst. Von dort ging es über Dusenbach mit dem 3. Anstieg (der auch der letzte am heutigen Tage war) bis ans Georg –Verst Heim des OWK Sandbach wo wir uns stärkten und eine kleine Pause einlegten.

  Nach einer rasanten Abfahrt kamen wir an die Mümling und überquerten problemlos die Bayerische Grenze und fuhren eine schöne Strecke über Mömlingen, Eisenbach bis nach Obernburg.  Gegen 12 Uhr kehrten wir im „Wirtshaus“ ein. Eine  Bayerische Kneipe mit kleinem Biergarten, den wir mit gepflegten Bieren und einem guten Essen und flottem Service geniessen konnten.

Gestärkt vom Hopfen und Weizen waren ein paar Radler zu schnell und bogen falsch ab. Sie wurden aber vom Radwanderführer Stefan Waldmann wieder auf den richtigen Pfad gebracht.

Direkt neben dem schönen Main, überquerten wir unzählige Campingplätze auf dem sehr gut ausgebautem Radweg und sahen viele schöne Orte wie Wörth oder die Klingenburg.  Auf leicht verbotenen Wegen zeigten uns die Radführer das beeindruckende Schloss Kleinheubach, das mit riesigen Ausmassen und einem nicht endenwollenden Park begeisterte. Hier ist unter anderem ein Tagungshotel und ein Weingut vom Fürst Löwenstein integriert.

Danach mussten wir uns nochmal erholen und steuerten den „Parkhof“ an. Ein schönes Ausflugslokal und hier wurde Kaffee und Kuchen und der ein oder andere Hopfensaft verzehrt.

 Aufgrund der genialen geplanten Fahrroute konnten wir den jetzt aufziehenden Regen unter einem Biergartendach geniessen. Die letzten 5 Kilometer bis zu unserm Hotel in Bürgstadt vergingen wie im Fluge.

Die 18 E-Bikes fanden eine Garage mit Stromanschluss und wir konnten uns nochmals frischmachen, bevor es in das Weingut Meisenzahl ging,  die ihr Hoffest feierten.  Bei leckerem Winzerschmaus und einem Guten Tropfen selbstgemachtem Rot-Rose oder Weiss-Wein konnten wir noch weitere Lengfelder Gäste begrüßen.  Auch selbstgebrannte Schnäpse wurden bei herrvoragender Stimmung verkostet. Danach ging es zum Dämmerschoppen in unser schönes „Landhotel Adler“  wo der Abend mit netten Gesprächen über unsere Tour  seinen Ausklang fand.

Am Sonntagmorgen gab es noch ein leckeres Frühstück mit allen Teilnehmern, bevor es wieder auf die Main-Strecke ging.

Diesmals ging es auf der Rechtsmainischen Seite zurück über Miltenberg,  Röllbach, Klingenberg auf wenig befahrenen Radwegen mit schönem Ausblick auf den Main. Über Erlenbach fuhren wir in luftiger Höhe über die Eisenbahnbrücke  wieder ans andere Ufer. Hier gelangten wir wieder nach Obernburg, wo die Wanderführer wieder eine geplante Regenpause einlegten um die Capes anzuziehen.

Der Schauer dauerte aber nur rund 10 Minuten, die auf der Schnellstrasse nach Groß-Wallstadt  gut genutzt wurden. Jetzt fuhren wir auf der Rad-Autobahn nach Groß-Ostheim um dort unsere Mittagsrast im „Weinhaus Becker“ im wunderschönen Weingarten zu verbringen. Bei vielen leckeren Spezialiäten fiel die Auswahl schwer.

Gut gestärkt und mit einem Edlen Brand von den Radführern gesponsert ging es an die letzte Etappe von Schaafheim, Kleestadt und Groß-Umstadt um nochmals im Wamboltschen Biergarten einzukehren.  Bis dahin hatte der Wettergott es gut mit uns gemeint.

Gegen 16 Uhr aber  blitzte und donnerte es aus allen Ecken und ein Hagelschauer mit Platzregen reinigte die Luft. Danach fuhren die Teilnehmer  direkt nach Hause.

Ein herzlicher Dank ging an die beiden Radführer Waltraud Stein und Stefan Waldmann, die mit ihren alten Stahlrössern das Tempo angaben und ein schönes Programm mit vielen Einkehrmöglichkeiten und eine auch für Anfänger taugliche Radstrecke geplant hatten. Nicht zu vergessen der Dank an Gudrun Waldmann und Volker Specht, die den Besenwagen stellten, der aber bis auf eine kleine Ausnahme am Start nicht benötigt wurde. Alle Teilnehmer kamen gesund und wohlbehalten an Ihr Ziel (Muskelkater inklusive.)

Dies wird nicht die letzte Mehrtagestour des OWK Otzberg gewesen sein.

Frisch Auf die Radführer.

 

 

Zur dicken Eiche, Oberzehnt-Beerfelden - 1.8.2021

Der Odenwaldklub  Otzberg hatte sich für die dritte Wanderung im Jahre 2021 die Stadt Oberzent ausgesucht.

Die Stadt trägt diesen Namen seit 2018 und ist durch den Zusammenschluss mehrerer Gemeinden  Flächenmäßig nach Frankfurt und Wiesbaden die drittgrößte Gemeinde in Hessen.

Die Gruppe wanderte dann bei bestem Wanderwetter auf einer abwechslungsreichen Wegstrecke  vom Oberzenter Stadtteil Olfen  bis zur  Dicken Eiche nach Airlenbach um dann wieder nach Olfen zurückzukehren.

Bei der Eiche angekommen konnte man sich die ursprüngliche Größe dieses Baumes vorstellen. Die Eiche hat heute noch einen Umfang von 8,50 m und war mit ca 35 m so hoch wie die Kirche in Lengfeld. Bei einem Alter von ca 800 Jahren gibt es natürlich auch Sagen und Legenden über diesen Baum.

So soll Siegfried von Xanten, bekannt aus dem Niebelungenlied, hier einen Auerochsen erlegt haben, und in dessen Blut soll die Eiche gewachsen sein. Oder bei dem Volkslied„ Es steht ein Baum Im Odenwald“ aus dem Jahre 1781 soll es sich ebenfalls um diese Eiche handeln.

Seit 1903 ist die „Siegfriedeiche“ das erste Naturdenkmal des Odenwaldes und wurde am 3.12.2012 aus Sicherheitsgründen auf Ihren jetzigen Zustand gekürzt. Aus dem Holz der Eiche wurde u.A auch der wunderschöne Kapellenaltar in der Erbacher Kreisklinik hergestellt.

Zum Schutz des Baumes wurde 2014 ein Pavillon errichtet, um die Eiche zu schützen.

Nach einer verdienten Pause begab sich die Bunte Wanderschar auf beschaulichen Wegen vorbei an einem Dammwildgehege und mit wunderschönen  Ausblicken ins Airenbacher Tal zurück nach Olfen.

Bei der Ankunft in Olfen zur Schlussrast in der Gaststätte  wartete neben einer guten Bewirtung  noch eine Überraschung  auf die Wanderer.

Die Wanderführer wussten, das der langjährigen Landrat des Odenwaldkreises , Horst Schnur, in Olfen wohnt,  und hatten Ihn ganz einfach zu dieser Schlussrast eingeladen.

Horst Schnur, ein geborener Darmstädter, hatte sofort zugesagt und unterhielt die Wanderer mit Geschichten über seine Zeit als Lehrer, als Landrat und als Kenner des Odenwaldes. Von seinen vielen Erzählungen sei hier eine Aufgeführt:

Horst Schnur ist es zu verdanken, dass die Odenwaldbahn gemäß dem damaligen Bundesverkehrsgesetz nicht stillgelegt wurde sondern in Ihrer heutigen Form erhalten und ausgebaut wurde. Ein Triebwagen der Odenwaldbahn trägt heute noch seinen Namen.

Bei einer Jubiläumsfahrt der Odenwaldbahn vom Gleis 12-Hbf. Frankfurt- brauchte Horst Schnur eine Zugführeruniform um dem Zug die Freigabe zu geben. Diese Uniform bekam er damals von dem Vorsitzenten des OWK Otzberg- Volker Specht- und Horst Schnur konnte den Zug abfahren lassen.

Es gab noch weitere, auch persönliche Erinnerungen der Wanderer mit Horst Schnur, und so fand die Wanderung einen schönen Abschluss.  

18. Juli 21 Auf dem RheinBurgenWeg im Mittelrheintal zwischen Bacharach und Oberwesel

Burg Pfalzgrafenstein

Die mittlerweile zweite Wanderung nach der Corona-Pause führte uns am 18.07.2021 ins schöne Mittelrheintal auf den RheinBurgenWeg zwischen Bacharach und Oberwesel

Insgesamt 34 Wanderinnen und Wanderer machten sich bei strahlendem Sonnenschein mit dem Bus auf nach Bacharach, dem Startpunkt unserer Wanderung.

Nach einer etwas verspäteten Ankunft in Bacharach nahmen wir zügig den steilen Anstieg über einen Zubringerweg zur Burg Stahleck. Hier konnten wir dann erst einmal verschnaufen bevor es bei mittlerweile hochsommerlichen Temperaturen auf dem RheinBurgenWeg wieder etwas abwärts ging. Wie das so ist folgt nach einem Abstieg wieder ein Anstieg, diesmal in Form des wegen seiner Steilheit und seiner hohen Stufen konditionell herausfordernden Orionsteigs. An der Aussichtsplattform „Heinrich-Heine-Blick“ hatten wir unsere Wanderhöhe erreicht und konnten alle erst einmal bei einem schönen Blick von oben auf Bacharach und den Rhein verschnaufen.

Von hier ging es dann mit moderatem auf- und ab weiter zum nächsten Aussichtspunkt „Blücher-Blick“ und kurz darauf zum Rastplatz „Sauzahn“ gegenüber der Ortschaft Kaub mit Blick auf die Burg „Pfalzgrafenstein“. Diese Burg wurde auf einer Felseninsel mitten im Rhein von 1326-1327 als Zollburg erbaut und hatte die Aufgabe die Einnahme des Schiffszolls der Zahlstelle Kaub zu überwachen. Von dieser Insel war allerdings nichts zu sehen – das Hochwasser des Rheins umspülte die Burgmauern so dass es aussah als stünde die Burg mitten im Wasser des Rheins.

Weiter wanderten wir – diesmal wieder abwärts – zum Aussichtspunkt Pfalzblick und verabschiedeten uns hier von Vater Rhein. Der weitere Weg führte uns weiter abwärts in Richtung Oberwesel bevor wir den RheinBurgenWeg verließen um den langen Anstieg nach Oberwesel-Dellhofen in Angriff zu nehmen. Der Anstieg in der Sonne und bei Windstille forderte seinen Tribut, sodass wir alle ziemlich erschöpft das Landhotel „Zum Kronprinzen“ erreichten wo wir in „Oppi’s Garden“ zur Schlussrast einkehrten.

Danach brachte uns der Bus wieder sicher nach Hause, wo wir mit ca. 1 Stunde Verspätung gegenüber der Wanderplanung gegen 20:30 Uhr ankamen.

Es grüßen die WanderführerInnen Volker Specht sowie Renate und Jürgen Hofmann mit einem fröhlichen Frischauf.

Wanderung Würzberg/Boxbrunn 20. Juni 2021

 

Nach langer Corona-Pause führte uns die erste Wanderung 2021 unter dem Motto
„MIT HUMOR ÜBER GRENZEN HINWEG“ am 20. Juni nach BOXBRUNN.

Die Anreise zu unserem Wanderziel fand mit Privat-PKWs statt. Bei hochsommerlichen Temperaturen machten sich dann 18 Wanderer auf den Weg nach Boxbrunn im bayrischen Odenwald zu dieser 13 km langen Wanderung.
Nachdem wir den herrlichen Ausblick auf diesem Hochplateau über den Odenwald hinweg genossen hatten, führte uns der Weg zunächst bergab zur ersten Überraschung am Mangelsbach. Dort erwartete die Gruppe der Grenzposten BAYERN/HESSEN. Auf bayrischer Seite war, selbstverständlich in den Farben blau-weiß, ein regelrechtes „Zollamt“ mit dem amtlichen Schild „ZOLLSTATION BOXBRUNN BAYERN/HESSEN“ eingerichtet. Über eine überdachte Brücke mit großer Bayernkarte und einem Abbild der Bayernhymne unter dem Dach gelangten wir dann zum rot-weiß gestrichenen hessischen Zollhäuschen. Landesfahnen diesseits und jenseits der Brücke ergänzten das Szenario.

Das Lachen über diese herrlich verrückte Idee zweier Gruppen aus Boxbrunn und Würzburg
begleitete die Gruppe noch eine ganze Weile auf dem nun folgenden Abschnitt des Würzberger Hubenweges (WÜ 4.) Am Waldrand leicht bergabwärts erreichten wir dann kurz vor Würzberg den Mühlenweg (WÜ 1) der dem Heinstermühlbach bis zur gleichnamigen HEINSTERMÜHLE folgte. Diese heimatgeschichtlich bedeutsame und unter Denkmalschutz stehende Mühle wurde erstmals 1540 urkundlich erwähnt und diente bis zur Einstellung des Mühlbetriebs 1922 als Kornmühle. Das inzwischen weitgehend restaurierte Gebäude, mit steilen Wiesen und Feldern umsäumt, inmitten einen geschlossenen Waldareals erschien mit seiner Beschaulichkeit wie aus einem Märchenbuch entsprungen. Kaum vorstellbar, dass in diesem engen und abgelegenen Waldbachtal früher wohlhabende Müller saßen. Dazu passt auch, dass der letzte Müller L. Hess, der noch bis zur Aufgabe des Anwesens 1964 eine Landwirtschaft dort betrieb, ein begnadeter Geschichtenerzähler und Odenwaldkenner war. Zumindest einige seiner Anekdoten sollen auch wahr gewesen sein!

Weiter talabwärts gelangten wir dann zu der auf bayrischem Gebiet liegenden SCHRAHMÜHLE. Diese aus zwei Bauernhöfen bestehende Mühle ist ebenfalls seit Jahrhunderten bekannt. Sie ist seit 1650 im Besitz der Familie Walter und hat seinen Mühlenbetrieb nach dem zweiten Weltkrieg eingestellt.
Neben der romantischen Marienkapelle befindet sich noch ein bekannter Bildstock aus dem Jahre 1740 in der Nähe der Mühle, der folgende Inschrift trägt:
„In Kraft des Blutes diesem gefleischn Worts
und in der Karft der Wesenheit des ewigen Vaters
weiget von uns ihr verfluchten Geister
im Namen Got des Vaters Got Vaters Hant
beschöze uns vor Feuersbrant
Hl. Agatha Hl Martier Donate
bit das for Blits Doner und Kiseshlag“
Für die letzte Zeile „uns bewaren mögt“ hat dann der Platz auf der Säule nicht mehr gereicht!
Wie groß müssen die Gefahren und Sorgen jenes SCHRAH-MÜLLERS gewesen sein, dass er auf diese Weise die Nothelfer Agatha und Donatus um Hilfe rief.

Nach der Mittagspause wanderten wir immer parallel zum Mangelsbach bergaufwärts, überwanden dabei 280 Höhenmeter und kamen dann gegen 15.00 Uhr zur Schlussrast im BAYRISCHEN HOF an. Mit bayr. Spezialitäten klang diese erste Wanderung dann im Biergarten coronabedingt gemäßigt feucht aus.
Verantwortlich für diese wunderschöne Tour waren Renate und Bernd Weichel, Jürgen Hofmann und Franz Delzeit, denen auch die Wanderführung oblag