Radwanderwochenende Bürgstadt 7-8. August 2021

OWK Otzberg

Wochenend-Radtour nach Bürgstadt am 7.bis 8. August 2021

Am Samstagmorgen um 9.30 Uhr begann die erste Mehrtagesfahrradtour der Ortsgruppe des OWK Otzberg bei mäßig vorausgesagtem Wetter am Treff in Lengfeld. Unser Vorsitzender Volker Specht hatte beim Wettergott interveniert und schickte die Radler in ein sonniges Wochenende.

Insgesamt fuhren wir mit 20 Radwanderfreunden auf einer abwechslungsreichen Tour über insgesamt rund 120 km und rund 250 Höhenmeter

Auf den ersten 5 Kilometern waren auch schon die zwei steilsten Anstiege zu bewältigen. Wir fuhren über Zipfen und die Bettelsmannbuche über Schloss Nauses nach Höchst. Von dort ging es über Dusenbach mit dem 3. Anstieg (der auch der letzte am heutigen Tage war) bis ans Georg –Verst Heim des OWK Sandbach wo wir uns stärkten und eine kleine Pause einlegten.

  Nach einer rasanten Abfahrt kamen wir an die Mümling und überquerten problemlos die Bayerische Grenze und fuhren eine schöne Strecke über Mömlingen, Eisenbach bis nach Obernburg.  Gegen 12 Uhr kehrten wir im „Wirtshaus“ ein. Eine  Bayerische Kneipe mit kleinem Biergarten, den wir mit gepflegten Bieren und einem guten Essen und flottem Service geniessen konnten.

Gestärkt vom Hopfen und Weizen waren ein paar Radler zu schnell und bogen falsch ab. Sie wurden aber vom Radwanderführer Stefan Waldmann wieder auf den richtigen Pfad gebracht.

Direkt neben dem schönen Main, überquerten wir unzählige Campingplätze auf dem sehr gut ausgebautem Radweg und sahen viele schöne Orte wie Wörth oder die Klingenburg.  Auf leicht verbotenen Wegen zeigten uns die Radführer das beeindruckende Schloss Kleinheubach, das mit riesigen Ausmassen und einem nicht endenwollenden Park begeisterte. Hier ist unter anderem ein Tagungshotel und ein Weingut vom Fürst Löwenstein integriert.

Danach mussten wir uns nochmal erholen und steuerten den „Parkhof“ an. Ein schönes Ausflugslokal und hier wurde Kaffee und Kuchen und der ein oder andere Hopfensaft verzehrt.

 Aufgrund der genialen geplanten Fahrroute konnten wir den jetzt aufziehenden Regen unter einem Biergartendach geniessen. Die letzten 5 Kilometer bis zu unserm Hotel in Bürgstadt vergingen wie im Fluge.

Die 18 E-Bikes fanden eine Garage mit Stromanschluss und wir konnten uns nochmals frischmachen, bevor es in das Weingut Meisenzahl ging,  die ihr Hoffest feierten.  Bei leckerem Winzerschmaus und einem Guten Tropfen selbstgemachtem Rot-Rose oder Weiss-Wein konnten wir noch weitere Lengfelder Gäste begrüßen.  Auch selbstgebrannte Schnäpse wurden bei herrvoragender Stimmung verkostet. Danach ging es zum Dämmerschoppen in unser schönes „Landhotel Adler“  wo der Abend mit netten Gesprächen über unsere Tour  seinen Ausklang fand.

Am Sonntagmorgen gab es noch ein leckeres Frühstück mit allen Teilnehmern, bevor es wieder auf die Main-Strecke ging.

Diesmals ging es auf der Rechtsmainischen Seite zurück über Miltenberg,  Röllbach, Klingenberg auf wenig befahrenen Radwegen mit schönem Ausblick auf den Main. Über Erlenbach fuhren wir in luftiger Höhe über die Eisenbahnbrücke  wieder ans andere Ufer. Hier gelangten wir wieder nach Obernburg, wo die Wanderführer wieder eine geplante Regenpause einlegten um die Capes anzuziehen.

Der Schauer dauerte aber nur rund 10 Minuten, die auf der Schnellstrasse nach Groß-Wallstadt  gut genutzt wurden. Jetzt fuhren wir auf der Rad-Autobahn nach Groß-Ostheim um dort unsere Mittagsrast im „Weinhaus Becker“ im wunderschönen Weingarten zu verbringen. Bei vielen leckeren Spezialiäten fiel die Auswahl schwer.

Gut gestärkt und mit einem Edlen Brand von den Radführern gesponsert ging es an die letzte Etappe von Schaafheim, Kleestadt und Groß-Umstadt um nochmals im Wamboltschen Biergarten einzukehren.  Bis dahin hatte der Wettergott es gut mit uns gemeint.

Gegen 16 Uhr aber  blitzte und donnerte es aus allen Ecken und ein Hagelschauer mit Platzregen reinigte die Luft. Danach fuhren die Teilnehmer  direkt nach Hause.

Ein herzlicher Dank ging an die beiden Radführer Waltraud Stein und Stefan Waldmann, die mit ihren alten Stahlrössern das Tempo angaben und ein schönes Programm mit vielen Einkehrmöglichkeiten und eine auch für Anfänger taugliche Radstrecke geplant hatten. Nicht zu vergessen der Dank an Gudrun Waldmann und Volker Specht, die den Besenwagen stellten, der aber bis auf eine kleine Ausnahme am Start nicht benötigt wurde. Alle Teilnehmer kamen gesund und wohlbehalten an Ihr Ziel (Muskelkater inklusive.)

Dies wird nicht die letzte Mehrtagestour des OWK Otzberg gewesen sein.

Frisch Auf die Radführer.

 

 

Zur dicken Eiche, Oberzehnt-Beerfelden - 1.8.2021

Bericht folgt noch 🙂

18. Juli 21 Auf dem RheinBurgenWeg im Mittelrheintal zwischen Bacharach und Oberwesel

Burg Pfalzgrafenstein

Die mittlerweile zweite Wanderung nach der Corona-Pause führte uns am 18.07.2021 ins schöne Mittelrheintal auf den RheinBurgenWeg zwischen Bacharach und Oberwesel

Insgesamt 34 Wanderinnen und Wanderer machten sich bei strahlendem Sonnenschein mit dem Bus auf nach Bacharach, dem Startpunkt unserer Wanderung.

Nach einer etwas verspäteten Ankunft in Bacharach nahmen wir zügig den steilen Anstieg über einen Zubringerweg zur Burg Stahleck. Hier konnten wir dann erst einmal verschnaufen bevor es bei mittlerweile hochsommerlichen Temperaturen auf dem RheinBurgenWeg wieder etwas abwärts ging. Wie das so ist folgt nach einem Abstieg wieder ein Anstieg, diesmal in Form des wegen seiner Steilheit und seiner hohen Stufen konditionell herausfordernden Orionsteigs. An der Aussichtsplattform „Heinrich-Heine-Blick“ hatten wir unsere Wanderhöhe erreicht und konnten alle erst einmal bei einem schönen Blick von oben auf Bacharach und den Rhein verschnaufen.

Von hier ging es dann mit moderatem auf- und ab weiter zum nächsten Aussichtspunkt „Blücher-Blick“ und kurz darauf zum Rastplatz „Sauzahn“ gegenüber der Ortschaft Kaub mit Blick auf die Burg „Pfalzgrafenstein“. Diese Burg wurde auf einer Felseninsel mitten im Rhein von 1326-1327 als Zollburg erbaut und hatte die Aufgabe die Einnahme des Schiffszolls der Zahlstelle Kaub zu überwachen. Von dieser Insel war allerdings nichts zu sehen – das Hochwasser des Rheins umspülte die Burgmauern so dass es aussah als stünde die Burg mitten im Wasser des Rheins.

Weiter wanderten wir – diesmal wieder abwärts – zum Aussichtspunkt Pfalzblick und verabschiedeten uns hier von Vater Rhein. Der weitere Weg führte uns weiter abwärts in Richtung Oberwesel bevor wir den RheinBurgenWeg verließen um den langen Anstieg nach Oberwesel-Dellhofen in Angriff zu nehmen. Der Anstieg in der Sonne und bei Windstille forderte seinen Tribut, sodass wir alle ziemlich erschöpft das Landhotel „Zum Kronprinzen“ erreichten wo wir in „Oppi’s Garden“ zur Schlussrast einkehrten.

Danach brachte uns der Bus wieder sicher nach Hause, wo wir mit ca. 1 Stunde Verspätung gegenüber der Wanderplanung gegen 20:30 Uhr ankamen.

Es grüßen die WanderführerInnen Volker Specht sowie Renate und Jürgen Hofmann mit einem fröhlichen Frischauf.

Wanderung Würzberg/Boxbrunn 20. Juni 2021

 

Nach langer Corona-Pause führte uns die erste Wanderung 2021 unter dem Motto
„MIT HUMOR ÜBER GRENZEN HINWEG“ am 20. Juni nach BOXBRUNN.

Die Anreise zu unserem Wanderziel fand mit Privat-PKWs statt. Bei hochsommerlichen Temperaturen machten sich dann 18 Wanderer auf den Weg nach Boxbrunn im bayrischen Odenwald zu dieser 13 km langen Wanderung.
Nachdem wir den herrlichen Ausblick auf diesem Hochplateau über den Odenwald hinweg genossen hatten, führte uns der Weg zunächst bergab zur ersten Überraschung am Mangelsbach. Dort erwartete die Gruppe der Grenzposten BAYERN/HESSEN. Auf bayrischer Seite war, selbstverständlich in den Farben blau-weiß, ein regelrechtes „Zollamt“ mit dem amtlichen Schild „ZOLLSTATION BOXBRUNN BAYERN/HESSEN“ eingerichtet. Über eine überdachte Brücke mit großer Bayernkarte und einem Abbild der Bayernhymne unter dem Dach gelangten wir dann zum rot-weiß gestrichenen hessischen Zollhäuschen. Landesfahnen diesseits und jenseits der Brücke ergänzten das Szenario.

Das Lachen über diese herrlich verrückte Idee zweier Gruppen aus Boxbrunn und Würzburg
begleitete die Gruppe noch eine ganze Weile auf dem nun folgenden Abschnitt des Würzberger Hubenweges (WÜ 4.) Am Waldrand leicht bergabwärts erreichten wir dann kurz vor Würzberg den Mühlenweg (WÜ 1) der dem Heinstermühlbach bis zur gleichnamigen HEINSTERMÜHLE folgte. Diese heimatgeschichtlich bedeutsame und unter Denkmalschutz stehende Mühle wurde erstmals 1540 urkundlich erwähnt und diente bis zur Einstellung des Mühlbetriebs 1922 als Kornmühle. Das inzwischen weitgehend restaurierte Gebäude, mit steilen Wiesen und Feldern umsäumt, inmitten einen geschlossenen Waldareals erschien mit seiner Beschaulichkeit wie aus einem Märchenbuch entsprungen. Kaum vorstellbar, dass in diesem engen und abgelegenen Waldbachtal früher wohlhabende Müller saßen. Dazu passt auch, dass der letzte Müller L. Hess, der noch bis zur Aufgabe des Anwesens 1964 eine Landwirtschaft dort betrieb, ein begnadeter Geschichtenerzähler und Odenwaldkenner war. Zumindest einige seiner Anekdoten sollen auch wahr gewesen sein!

Weiter talabwärts gelangten wir dann zu der auf bayrischem Gebiet liegenden SCHRAHMÜHLE. Diese aus zwei Bauernhöfen bestehende Mühle ist ebenfalls seit Jahrhunderten bekannt. Sie ist seit 1650 im Besitz der Familie Walter und hat seinen Mühlenbetrieb nach dem zweiten Weltkrieg eingestellt.
Neben der romantischen Marienkapelle befindet sich noch ein bekannter Bildstock aus dem Jahre 1740 in der Nähe der Mühle, der folgende Inschrift trägt:
„In Kraft des Blutes diesem gefleischn Worts
und in der Karft der Wesenheit des ewigen Vaters
weiget von uns ihr verfluchten Geister
im Namen Got des Vaters Got Vaters Hant
beschöze uns vor Feuersbrant
Hl. Agatha Hl Martier Donate
bit das for Blits Doner und Kiseshlag“
Für die letzte Zeile „uns bewaren mögt“ hat dann der Platz auf der Säule nicht mehr gereicht!
Wie groß müssen die Gefahren und Sorgen jenes SCHRAH-MÜLLERS gewesen sein, dass er auf diese Weise die Nothelfer Agatha und Donatus um Hilfe rief.

Nach der Mittagspause wanderten wir immer parallel zum Mangelsbach bergaufwärts, überwanden dabei 280 Höhenmeter und kamen dann gegen 15.00 Uhr zur Schlussrast im BAYRISCHEN HOF an. Mit bayr. Spezialitäten klang diese erste Wanderung dann im Biergarten coronabedingt gemäßigt feucht aus.
Verantwortlich für diese wunderschöne Tour waren Renate und Bernd Weichel, Jürgen Hofmann und Franz Delzeit, denen auch die Wanderführung oblag